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Mitteldeutsche Zeitung

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  • 14.06.2015 – 18:00

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Reform des Wahlrechts

    Halle (ots) - Die Wahlbeteiligung schwächelt nicht, weil etwa die Zweitstimme Zweitstimme heißt. Die Ursachen sind komplexer. So besteht die Gesellschaft mittlerweile aus viel mehr Einzelinteressen als noch vor Jahren. Den Parteien gelingt es immer weniger, die Strömungen aufzunehmen und die Menschen für sich zu begeistern. Stattdessen erleben Gruppieren wie die Piraten eine kurze Blüte. Zudem vermittelt die Große ...

  • 14.06.2015 – 16:02

    Mitteldeutsche Zeitung: MZ zu Hacker und Bundestag

    Halle (ots) - Seit mehr als drei Wochen schon weiß der Bundestag - anders als die Öffentlichkeit, die erst viel später informiert wurde - dass sein IT-Netz geknackt wurde. Drei Wochen, in denen die Angreifer sich ungehindert im Parlamentsnetz bewegen konnten. Jetzt ist klar, dass das Netzwerk des Bundestages wohl einen Totalschaden erlitten hat. Aber so erstaunlich es ist, dass der Bundestag über eine kaum ...

  • 14.06.2015 – 16:00

    Mitteldeutsche Zeitung: MZ zu Kasachstan-Connection

    Halle (ots) - So richtig frei fühlt sich der Staatsdiener wohl erst, wenn er als Elder Statesman nicht mehr ganz so streng angehalten ist, zwischen Politischem, Privatem und Eitelkeiten zu unterscheiden. So etwa dürfte die mentale Verfasstheit derjenigen aussehen, die sich wie die früheren Amtsträger Gerhard Schröder, Otto Schily und Horst Köhler nun des Vorwurfs erwehren müssen, dem kasachischen Diktator ...

  • 12.06.2015 – 18:32

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Homo-Ehe

    Halle (ots) - Unionsfraktionschef Volker Kauder lässt sich gern mit dem Satz zitieren: Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Aber an dieser Stelle schaut er weg. Er mag nicht die vielen braven homosexuellen Eheleute - pardon: Partnerschaften - sehen. Er mag nicht wahrnehmen, dass die letzten ehelichen Privilegien keineswegs nur Paaren mit Kindern zugute kommen. Welche Wirklichkeit stützt die Behauptung, ...

  • 12.06.2015 – 18:30

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Eurokrise

    Halle (ots) - In Athen scheint man allen Ernstes zu glauben, dass die Euro-Zone am Ende doch zahlen werde, auch wenn man keine Reformen verbindlich verspricht. Weil man ja einen Fall Athens aus der Währungsunion um jeden Preis verhindern will. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Ob Europäische Zentralbank oder Euro-Raum, ob Banken oder andere Geldgeber - alle haben sich in den zurückliegenden Wochen auf den ...

  • 11.06.2015 – 19:38

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Grenzkontrollen

    Halle (ots) - Die reflexhaft immer wieder aufkommenden Forderungen nach mehr Grenzkontrollen an den EU-Außengrenzen sind zu kurz gedacht. Probleme werden dadurch nicht gelöst, Flüchtlinge lösen sich nicht in Luft auf, sie werden nur vom Hofe gescheucht. Wer so verzweifelt ist, dass er sich auf lebensgefährliche Touren übers Mittelmeer einlässt, wird sich von mehr Kontrollen auf der anderen Seite nicht abschrecken ...

  • 11.06.2015 – 19:35

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Hackerangriff auf Bundestag

    Halle (ots) - Wenn der Bundestag mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Rücken nicht gegen derartige Angriffe geschützt ist, wer ist es dann? Es ist unüberschaubar, in welchem Ausmaß sensible Daten abgeflossen sind. Und sensible Daten gibt es im Parlament mit seinen vielen Geheimnisträgern und geheim tagenden Gremien eine Menge. Die zweite Frage lautet: Warum wird das alles erst jetzt ...

  • 10.06.2015 – 19:08

    Mitteldeutsche Zeitung: Bundestag SPD-Digital-Obmann Klingbeil kritisiert Informationspolitik der Bundesregierung nach schwerem Hackerangriff auf das Netzwerk des Parlaments

    Halle (ots) - Der Obmann der SPD-Bundestagsfraktion im Ausschuss Digitale Agenda, Lars Klingbeil, hat die Informationspolitik der Bundestagsverwaltung hinsichtlich des Spähangriffs auf das Computernetzwerks des Parlaments kritisiert. "Das ist ein recht großer Angriff, der bisher nicht unter Kontrolle gebracht ...

  • 10.06.2015 – 18:28

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Linksfraktion

    Halle (ots) - Man muss sich Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch vorstellen wie ein Ehepaar, bei dem sie im Urlaub immer in die Berge will und er immer an die See. So ein Ehepaar hat mehrere Möglichkeiten, den Konflikt zu lösen. Erste Möglichkeit: Sie fahren in einem Jahr in die Berge und im nächsten Jahr an die See. Zweite Möglichkeit: Sie bleiben zu Hause. Dritte Möglichkeit: Sie trennen sich. Das Problem in der ...

  • 10.06.2015 – 18:11

    Mitteldeutsche Zeitung: zum Sturmgewehr G36

    Halle (ots) - Verständlich, wenn aus der Opposition ein Untersuchungsausschuss gefordert wird. Zum Teil hat das parteistrategische Gründe - es ist eine der wenigen Möglichkeiten der Parlamentsminderheit, sich Gehör zu verschaffen. Aber ein Untersuchungsausschuss ist für alle Seiten unangenehm. Er bedeutet noch mehr Sitzungen, noch mehr Aktenmeter, viele weitere Monate Kleinarbeit. Das bindet Kräfte, auf allen ...

  • 10.06.2015 – 18:09

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Kohle-Abgabe

    Halle (ots) - Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gibt unter dem Druck der Kohle-Lobby nach. Er tut das auch, weil ihm in dem Konflikt mit Strombranche, Gewerkschaften und Kohle-Ländern die Rückendeckung der Kanzlerin fehlt. Nun wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht, mit der Gabriel sein Gesicht wahren kann und die den Stromkonzernen keine finanziellen Lasten aufbürdet. Eine Klimapolitik aus einem Guss ist ...

  • 09.06.2015 – 20:02

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Hochschulen/ausländische Studierende

    Halle (ots) - Der demografische Wandel bestimmt die Nachfrage. Deutsche Unis machen es sich aber nicht zur Aufgabe, sie zu bedienen. Die chronisch unterfinanzierten Hochschulen sparen an dem, was im akademischen Ausland oft besser funktioniert: am Service. Zu selten werden qualifizierte Bewerber an Unternehmen weiter vermittelt. Das muss sich ändern. Deutschland ist ...

  • 09.06.2015 – 20:00

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Bundeswehr/Rüstung

    Halle (ots) - Die deutsche Verteidigungsministerin zeigt ihren Willen, auf die eigenen Kräfte zu setzen. Aus der Erfahrung mit dem zunächst gescheiterten Drohnen-Projekt Eurohawk zieht sie den Schluss, sich nicht bedingungslos auf den Bündnispartner USA zu verlassen. Auch in Meads steckt US-Technologie. Aber Deutschland ist an der Entwicklung direkt beteiligt. Die Ministerin macht so auch Industriepolitik. Der Auftrag ...

  • 09.06.2015 – 19:59

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Gartenreich Dessau-Wörlitz

    Halle (ots) - Die Verwaltungsleiterin geht aus eigenem Entschluss. Der Schritt ist weder ein Verdienst des Kultusministers, der dem Kuratorium vorsteht, noch des Stiftungsdirektors - im Gegenteil. Beide versuchten zuletzt, die Krise mit einem Mediator zu beschwichtigen und mit Macht nach innen zu administrieren. Aber dass 84 Prozent einer Belegschaft sich aufraffen, um zu protestieren, ist ein Alarmzeichen. Es deutet auf ...

  • 08.06.2015 – 19:47

    Mitteldeutsche Zeitung: zur OB-Wahl in Dresden

    Halle (ots) - Fast zehn Prozent Stimmen für eine Pegida-Kandidatin, die auf ihren Kundgebungen Gift und Galle verspritzte und durch peinliche Unkenntnis der lokalen Verhältnisse auffiel. Ein Armutszeugnis. Rechnet man noch die fast fünf Prozent dazu, die der AfD-Kandidat bekam, zeigt sich, wie groß der Frust ist, der immer noch in Dresden steckt. Pegida mag zwar schrumpfen. Aber die Wut, Unzufriedenheit, Fremdenangst, ...

  • 08.06.2015 – 19:45

    Mitteldeutsche Zeitung: zu G7

    Halle (ots) - Die deutsche Regierungschefin sollte aufpassen, dass sie nicht so wird wie ihr Vor-Vorgänger Helmut Kohl. Der interessierte sich in seiner späten Kanzlerschaft auch nur noch für die große Bühne und ließ die Dinge zu Hause schleifen. Auch Merkel neigt inzwischen dazu. Besonders deutlich wird das in der Klimapolitik: In Elmau schaffte sie es gemeinsam mit Amerikanern und Franzosen, die übrigen Teilnehmer auf ambitionierte Klimaschutz-Ziele zu verpflichten. ...

  • 08.06.2015 – 19:43

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Türkei

    Halle (ots) - Es muss auch an die Opposition appelliert werden, aus dem Wahlergebnis die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Alle drei Chefs der Oppositionsparteien beeilten sich zu versichern, sie würden auf keinen Fall in eine Koalition mit der AKP eintreten. Das ist als erste Reaktion nachvollziehbar, sollte aber nicht das letzte Wort sein. Viel wird davon abhängen, wie Staatspräsident Erdogan agiert. Das Wahlergebnis ...

  • 07.06.2015 – 21:07

    Mitteldeutsche Zeitung: Gysi will Buch schreiben

    Halle (ots) - Der im Herbst aus dem Amt scheidende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, wird jetzt ein Buch über seine 25 Jahre in der Bundespolitik schreiben. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Montag-Ausgabe) unter Berufung auf führende Parteikreise. Ein entsprechender Vertrag mit einem Buchverlag sei bereits unterzeichnet, heißt es. Gysi, der bis 1989 ...

  • 07.06.2015 – 18:04

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Deutsche Bank

    Halle (ots) - International spielt sie gerade noch in der zweiten Liga. Viel zu sehr war und ist sie mit ihren eigenen internen Verfehlungen und Aufräumarbeiten beschäftigt. Wirklich gut zu tun haben vor allem die Anwälte, die sie in unzähligen Prozessen vertreten. Dass die Deutsche Bank hier zu Lande immer noch klar die Nummer eins, zeugt nur von der Schwäche des Deutschen Bankensektors. Es ist auch für den ...

  • 07.06.2015 – 18:00

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Gysi

    Halle (ots) - Die größte Kunst eines erfolgreichen Politikers liegt darin, den richtigen Zeitpunkt für den Rückzug zu finden. Das ist Gregor Gysi gelungen. Die Linke ist heute so angesehen wie niemals zuvor. Gysi hat ihr in seiner Abschiedsrede praktisch den Auftrag erteilt, sich auf Regierungsverantwortung im Bund vorzubereiten. Dazu müsse sie kompromissfähig sein, dürfe aber ihre Identität nicht aufgeben, lautete sein Rat. Das aber ist der Kern des Problems, dem ...

  • 05.06.2015 – 19:47

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Linken/Gysi

    Halle (ots) - Natürlich: Gysi ist auf dem Zenit. Wenn man ihn jetzt erlebt, denkt man, er könnte noch locker zwei Jahre Fraktionsvorsitz dranhängen. Oder vier. Doch möglicherweise ist er nicht so gesund wie er wirkt. Und politisch gibt es jedenfalls keinen Grund, weiter zu machen. Gysi selbst ginge das Risiko ein, früher oder später würdelos von der geliebten Bühne gestoßen zu werden. Die Linke könnte einen ...

  • 05.06.2015 – 19:46

    Mitteldeutsche Zeitung: zu G-7-Gipfel

    Halle (ots) - Die Chefs sind für die großen, die grundsätzlichen Fragen zuständig. Für alles andere haben sie ihre Fachminister. Ukraine, Iran, die Lage im Nahen Osten - das sind Themen, die in Elmau auf den Tisch gehören. Selbstverständlich auch das Klima. Es wäre zu begrüßen, wenn Angela Merkel die Klimakanzlerin in sich wieder entdeckte. Gerade erst haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Erwärmung ...

  • 05.06.2015 – 19:44

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Jauch

    Halle (ots) - Warum? Darüber darf nun spekuliert werden. Ist Jauch, der ja auch der Quizonkel der Nation ist, die Doppelbelastung zu viel geworden? Hat er genug vom politischen Debattieren, das sich auch unter seiner Leitung oft genug im Kreise drehte? Hat den erfolgsverwöhnten Medienmann die Kritik an seiner Diskussionsleitung doch stärker gewurmt, als er es sich anmerken ließ? Die "Stinkefinger-Affäre" ging jedenfalls an die journalistische Substanz, die Jauch als ...